Kanji-Lesungen: Onyomi und Kunyomi

Die meisten Kanji haben zwei Arten von Lesungen: Onyomi (On, chinesisch – meist in zusammengesetzten Wörtern: 学校 gakkō – Schule) und Kunyomi (Kun, japanisch – bei einzelnen Wörtern: 学ぶ manabu – lernen). Welche verwendet wird, hängt vom Wort ab, daher lernt man Kanji in Wörtern und nicht als Liste. In Japanese Zen werden die Lesungen im Wörterbuch und in Quizzen geübt.

Ein Zeichen – zwei Stimmen. 水 klingt wie „sui“ in 水曜日 (Mittwoch) und wie „mizu“, wenn es allein steht (Wasser). Keine Sorge: Die Sprache sagt dir selbst, welche Stimme du einschalten sollst, wenn du Kanji in Wörtern lernst und nicht isoliert.

Onyomi und Kunyomi: Was ist der Unterschied?

LesungHerkunftWo sie vorkommtBeispiel
Onyomi (On)aus dem Chinesischenin zusammengesetzten Wörtern aus 2+ Kanji学校 gakkō (Schule)
Kunyomi (Kun)ursprünglich japanischeinzelne Wörter, mit Okurigana学ぶ manabu (lernen)

Warum ein Kanji mehrere Lesungen hat

Die chinesischen Lesungen kamen mit der Schrift nach Japan und blieben in Lehnwörtern erhalten, während die japanischen Lesungen für einheimische Wörter verwendet wurden, die es schon vor den Kanji gab. Ein Zeichen erhielt beides, und beide Lesungen haben bis heute überlebt.

Wie erkennt man, welche Lesung man verwenden muss?

  • Ein Wort aus zwei oder mehr Kanji hintereinander – meist Onyomi (中学校 chūgakkō).
  • Ein Kanji + ein Schwänzchen aus Kana (Okurigana) – meist Kunyomi (食べる taberu).
  • Namen und Ortsbezeichnungen werden oft besonders gelesen – man lernt sie separat.
  • Ein sicherer Weg ist, Kanji direkt in Wörtern zu lernen, nicht als isoliertes Zeichen.

Wie erkennt man, welche Lesung im Wort benötigt wird

Die Faustregel ist einfach: Steht das Zeichen allein oder mit Hiragana – wahrscheinlich Kunyomi (山 yama – Berg); ist das Zeichen mit einem anderen Kanji verbunden – meist Onyomi (火山 kazan – Vulkan). Es gibt genug Ausnahmen, daher lernt man die Lesungen zusammen mit dem Wort und nicht separat.

Häufige Fragen

Warum haben Kanji mehrere Lesungen?
Die Kanji kamen aus China mit ihrer Aussprache (Onyomi), aber die Japaner hatten bereits eigene Wörter für dieselben Begriffe (Kunyomi). So hat ein Zeichen sowohl die chinesische als auch die japanische Lesung erhalten.
Wie erkennt man, ob man On oder Kun lesen soll?
Nach dem Wortkontext: In zusammengesetzten Wörtern aus mehreren Kanji ist es meist Onyomi, bei einzelnen Wörtern mit Okurigana – Kunyomi. Deshalb lernt man Kanji in Wörtern.
Muss man alle Lesungen auf einmal lernen?
Nein. Nimm die Lesungen, die tatsächlich in den gelernten Wörtern vorkommen. Die anderen kommen mit der Zeit, wenn sie in neuen Wörtern auftauchen.
Was ist Okurigana?
Das ist ein Schwänzchen aus Kana nach dem Kanji, das die Wortform zeigt: 食べる (taberu). Okurigana signalisiert normalerweise, dass das Kanji mit Kunyomi gelesen wird.

Aktualisiert: 2026-06-25

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