Romaji und Transkription: Polivanov oder Hepburn

Romaji und japanische Transkription werden benötigt, um japanische Laute mit einem fremden Alphabet zu schreiben: mit lateinischen Buchstaben ist es Romaji (sushi, Tokyo), und für Kyrillisch ist das Polivanov-System üblich (susi, To:kyo:). Der Unterschied zwischen „sushi“ und „susi“ liegt nicht in der Richtigkeit, sondern darin, durch welches System das Wort gegangen ist.

„Sushi“ oder „Susi“? Ein Meister würde antworten: „Beides ist nur ein Finger, der auf den Mond zeigt.“ Latein und Kyrillisch nähern sich dem japanischen Laut nur an. Die Wahrheit liegt in der Kana und darin, wie das Wort selbst klingt, nicht im Buchstaben auf dem Schild einer Sushi-Bar.

Was ist Romaji und wozu dienen Transkriptionssysteme?

Romaji ist die Darstellung japanischer Silben in lateinischer Schrift für diejenigen, die kein Kana lesen. Da japanische Laute nicht mit europäischen Buchstaben übereinstimmen, wurden Schriftsysteme entwickelt: Hepburn für Latein und das Polivanov-System für Kyrillisch. Sie geben dieselben Silben unterschiedlich wieder.

Polivanov oder Hepburn: Was ist der Unterschied?

KanaPolivanov (russ.)Hepburn (engl.)
sishi
tichi
tsutsu
dziji
しゃsyasha

Was sollte ein Anfänger wählen – Polivanov oder Hepburn?

Für russische Texte – Polivanov: So sind Lehrbücher und Wörterbücher geschrieben. Hepburn wird beim Tippen von Japanisch auf der Tastatur und in englischsprachigen Materialien benötigt, daher muss man in der Praxis beide Systeme kennenlernen.

Warum „sushi“ und „susi“ dasselbe Wort sind

Das Wort 寿司 wird nach dem Polivanov-System als „susi“ geschrieben, während das umgangssprachliche „sushi“ über das englische sushi (Hepburn) kam. Der tatsächliche japanische Laut し liegt zwischen den russischen „si“ und „shi“, daher sind beide Schreibweisen nur Annäherungen. Der akademische Standard für Russisch ist Polivanov („susi“), aber im lebendigen Sprachgebrauch haben sich englische Varianten durchgesetzt.

Warum Transkription eine Krücke und kein Ziel ist

Kein System gibt japanische Laute exakt wieder: し liegt zwischen russischem „si“ und „schi“, und die Vokallänge wird im Kyrillischen mit einem Doppelpunkt angegeben, den es in der gesprochenen Sprache nicht gibt. Deshalb lässt man die Transkription fallen, sobald man Kana gelernt hat.

Häufige Fragen

Wie ist es richtig – „sushi“ oder „susi“?
Akademisch gesehen nach dem Polivanov-System – „susi“. Umgangssprachlich hat sich „sushi“ (über die englische Schreibweise) durchgesetzt. Der japanische Laut し selbst liegt zwischen „si“ und „shi“, daher gibt es keine eindeutig „richtige“ russische Variante.
Sollte man Japanisch mit Romaji lernen?
Nur in den ersten Tagen als Stütze. Danach sollte man zu Kana übergehen: Transkription verfälscht Laute und verlangsamt das Lesen echter Texte.
Warum verwenden Lehrbücher das Polivanov-System?
Es ist der akademische Standard für die Transkription des Japanischen ins Russische, konsistent und eindeutig. Daher steht in Wörterbüchern und Lehrbüchern normalerweise „si“, „ti“, „tsu“ und nicht „shi“, „chi“.
Warum „Mitsubishi“, aber im Wörterbuch „Micubisi“?
Marken schreiben ihren Namen oft in lateinischer Schrift nach Hepburn, und diese Schreibweise wird mechanisch ins Russische übernommen. Akademisch nach Polivanov ist es „Micubisi“. Auch hier liegt der Unterschied in den Systemen, nicht in einem Aussprachefehler.

Aktualisiert: 2026-06-25

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