Yomi – was ist das für ein Ort in der japanischen Mythologie
Yomi (黄泉) ist das Land der Toten, ein dunkles unterirdisches Reich, wie es die japanische Mythologie zeichnet: Dorthin begab sich Izanagi, um seine verstorbene Frau Izanami zurückzuholen, und von dort floh er entsetzt, als er ihren verwesenden Körper sah. Der Durchgang zwischen der Welt der Lebenden und Yomi ist der Legende nach für immer durch einen gewaltigen Felsblock an der Grenze von Yomotsuhirasaka versperrt.

Yomi ist auf seine Weise ehrlich: Dorthin werden keine Sünder zum Gericht geschickt, dort landen einfach alle Verstorbenen ohne Unterschied – es ist ein unterirdisches Lager, kein Gerichtssaal.
Was ist Yomi und wie ist es aufgebaut
Yomi ist das unterirdische Land der Toten im frühen shintoistischen Mythos, wohin die Verstorbenen gehen, unabhängig davon, wie sie ihr Leben gelebt haben: Es gibt kein Gericht, keine Einteilung in Sünder und Gerechte wie in der buddhistischen Hölle Jigoku. Die bekannteste Geschichte über Yomi ist die Reise von Izanagi zu seiner verstorbenen Frau Izanami, die mit einer entsetzten Flucht endete, als er ihren verwesenden Körper sah.
- Status: unterirdisches Reich der Toten, ohne Einteilung in Himmel und Hölle.
- Herrscherin: Izanami nach ihrem Tod.
- Grenze zur Welt der Lebenden: der Pass Yomotsuhirasaka, versperrt durch einen gewaltigen Felsblock.
- Verwandtes Konzept: Kegare (穢れ) – spirituelle Unreinheit, die nach Kontakt mit dem Tod abgewaschen werden muss.
Wer ist überhaupt nach Yomi hinabgestiegen
Im Mythos kommt nur eine einzige Figur wirklich freiwillig dorthin: Izanagi, um seine Frau zurückzuholen. In der shintoistischen Tradition sind keine weiteren Pilgerfahrten oder rituellen Besuche in Yomi vorgesehen – es ist kein Ort der Kraft, sondern eine Warnung vor der Unumkehrbarkeit des Todes.
黄泉 – „gelbe Quellen“
| Japanisch | Lesung | Übersetzung |
|---|---|---|
| 黄泉 | yomi · yomi | Land der Toten |
| 黄泉比良坂 | Yomotsuhirasaka · Yomotsuhirasaka | Grenze zwischen der Welt der Lebenden und Yomi |
| 穢れ | kegare · kegare | Spirituelle Unreinheit, Befleckung |
| 泉 | izumi · izumi | Quelle, Ursprung |
| 地獄 | jigoku · jigoku | Buddhistische Hölle (zum Vergleich) |
Warum das Land der Toten als Quellen bezeichnet wird
黄泉 wird よみ (yomi) gelesen. Die Zeichenkombination selbst – „gelbe Quellen“ – ist aus der chinesischen daoistischen Tradition zur Bezeichnung der Unterwelt übernommen und wurde auf das ursprünglich japanische Wort yomi gelegt, das einer Theorie zufolge auf „yoru“ (Nacht) und „miru“ (sehen) zurückgeht – „das in der Nacht Gesehene“, die dunkle Seite der Welt.
泉 — значение: Quelle, Brunnen — онъёми: セン — кунъёми: いずみ — 9 штрих(ов). 泉 – „Quelle, Ursprung“: oben „weiß“ 白, unten Wasser 水 – das Bild von klarem Wasser, das aus der Erde sprudelt. Das zweite Zeichen in der Schreibung von „Yomi“.
Schreiben Sie 泉 entlang der Führungslinien und lernen Sie die Strichreihenfolge.
Yomi in Anime und Spielen
- „Naruto“ – die Technik „Izanami“ basiert auf dem Mythos von Izanagi und Yomi, obwohl die Serie das Land der Toten selbst nicht direkt darstellt.
- Viele Rollenspiele verwenden Yomi als Namen für die Unterwelt oder einen Endbereich und verweisen dabei auf den Mythos, ohne die Handlung genau nachzuerzählen.
- Das Thema des verbotenen Blicks – „schau nicht auf das, was verborgen ist“ – taucht regelmäßig in Horror-Anime als direkte Parallele zur Geschichte von Izanagi auf.
- Fate/Grand Order erwähnt Yomi im Kontext des japanischen mythologischen Handlungsbogens.
Häufige Fragen
- Was ist Yomi?
- Das unterirdische Land der Toten im frühen shintoistischen Mythos, wohin alle Verstorbenen ohne Einteilung in Sünder und Gerechte gehen. Die wichtigste Geschichte darüber ist die erfolglose Reise von Izanagi zu seiner Frau.
- Wozu dient Yomi in der Mythologie?
- Es erklärt den Ursprung des Todes und seine Unumkehrbarkeit: Izanagis Versuch, seine Frau aus Yomi zurückzuholen, scheitert und trennt die Welt der Lebenden und der Toten für immer durch einen Felsblock an der Grenze der Welten.
- Was bedeuten die Schriftzeichen 黄泉?
- 黄泉 (yomi): Die Schriftzeichen „gelbe Quellen“ sind aus der chinesischen Tradition übernommen, und die Lesung yomi selbst hängt einer Theorie zufolge mit den Wörtern für „Nacht“ und „sehen“ zusammen.
- Wie unterscheidet sich Yomi von der buddhistischen Hölle?
- In Yomi gibt es kein Gericht über die Seele und keine Einteilung in Sünder und Gerechte – dorthin gelangen alle Verstorbenen ohne Unterschied. Das buddhistische Jigoku ist zum Vergleich ein viel späteres und strukturierteres System von Strafen.
- Kann man aus Yomi zurückkehren?
- Dem Mythos zufolge praktisch nicht: Izanami konnte nicht zurückkehren, nachdem sie die Speise der Toten gekostet hatte, und Izanagis Versuch, sie zu holen, endete mit Flucht und dem für immer zerrissenen Band zwischen den Welten.
- Wird der Mythos von Yomi in Anime zitiert?
- Es gibt nur wenige direkte Verfilmungen, aber das Motiv des „verbotenen Blicks“ aus dem Mythos von Izanagi wird regelmäßig in Horror-Geschichten zitiert, und der Name Yomi wird manchmal für Unterwelt-Orte in Spielen verwendet.
Quellen
Aktualisiert: 2026-08-29