Hanafuda – was ist das und wofür ist es gut

Hanafuda ist ein Kartenspiel mit 48 Karten ohne Zahlen und herkömmliche Farben: Stattdessen gibt es zwölf Monate, jeder mit seiner Blume oder Pflanze und vier Karten. Die Spiele darauf sind älter als der japanische Spiele-Gigant Nintendo, der 1889 genau mit der Herstellung dieser Karten begann, nicht mit Videospielen.

Hanafuda – was ist das und wofür ist es gut

Hanafuda sind keine Wahrsagekarten und kein Tarot, auch wenn sie ähnlich aussehen. Es ist ein Kartenspiel für die Runde, das nicht nach Zahlen, sondern nach Jahreszeiten aufgebaut ist.

Was ist Hanafuda und wofür ist es gut

Hanafuda ist ein Kartenspiel mit 48 Karten, aufgeteilt in 12 Monate mit je vier Karten: Jeder Monat hat eine Pflanze als Symbol, keine Zahl oder Farbe. Das Ziel der meisten Spiele ist es, Kombinationen (Yaku) aus Karten verschiedener Monate zu sammeln, ähnlich wie man beim Poker Kombinationen aus Farben bildet. Die Karten sind dick, lackiert und etwa halb so groß wie Spielkarten.

  • Hikari – die „hellen“ Karten, die wertvollsten: Es gibt nur fünf, jede mit Mond, Kranich, Vorhang oder einem anderen auffälligen Motiv.
  • Tane – Karten mit Tieren und Gegenständen, mittlerer Wert.
  • Tanzaku – Karten mit einem Gedichtband, der Wert hängt von der Farbe des Bandes ab.
  • Kasu – einfache Karten ohne besondere Bedeutung, am häufigsten im Deck.

Koi-Koi: Wie man spielt

Das bekannteste Hanafuda-Spiel ist Koi-Koi: Die Spieler legen abwechselnd Karten aus, sammeln Paare nach Monat und bilden Yaku-Kombinationen, für die es Punkte gibt. Eine Runde ist kurz, fünf bis zehn Minuten, daher spielt man mehrere Runden bis zu einem vorher vereinbarten Punktestand.

Name und Schriftzeichen: 花札

— значение: Kiefer — онъёми: ショウ — кунъёми: まつ — 8 штрих(ов). 松 – „Kiefer“: Die Karte „Kiefer und Kranich“ (松に鶴) ist eine der fünf Hikari, der wertvollsten Karten im Deck, Symbol des ersten Monats, Januar.

JapanischLesungÜbersetzung
花札hanafuda · hanafudaHanafuda, Blumenkarten
matsu · matsuKiefer
yaku · yakuKartenkombination
hikari · hikariLicht; die wertvollsten Karten
遊ぶasobu · asobuSpielen

花札 – Blumenkarten

花札 – „Blumenkarten“: 花 „Blume“ und 札 „Karte, Täfelchen“. Die Analyse des Zeichens 花 finden Sie auf einer eigenen Seite über das Schriftzeichen „Blume“, es kommt auch in anderen Wörtern dieses Themas häufig vor. Auf den Karten gibt es keine Beschriftung: Die Zeichnung ohne Zahlen entstand teilweise, weil die Behörden der Edo-Zeit Kartenspiele mit Zahlen als Glücksspiel mehrfach verboten, und die neue Zeichnung umging jedes Mal das alte Verbot.

Üben Sie die Strichreihenfolge des Zeichens 松 im Trainer – das Symbol des ersten Monats in Hanafuda.

Hanafuda in Anime und Spielen

  • Tanjiros Ohrringe in „Demon Slayer“ sind im Hanafuda-Motiv gestaltet – ein roter Kreis mit Strahlen, wie auf der „Licht“-Karte.
  • Nintendo begann 1889 genau mit der Produktion von Hanafuda-Karten und kam erst Jahrzehnte später zu Videospielen.
  • Koi-Koi und andere Hanafuda-Spiele tauchen gelegentlich als Minispiel in größeren Videospielen mit japanischem Setting auf.
  • Das Kartenmuster – Kiefer, Pflaume, Kirsche, Schwertlilie, Pfingstrose, Mond mit Susuki, Chrysantheme, Ahorn, Weide – ist auch ohne Regeln erkennbar, einfach als „japanisches Blumenmuster“.

Hanafuda ist kein Tarot

Hanafuda wird wegen der bunten Miniaturmalerei mit Tarotkarten verwechselt, aber es ist ein reines Spieldeck ohne Wahrsagezweck. Die Bedeutung einer Karte ist Monat und Punkte, nicht Prophezeiung.

Wo man sie kauft und was Nintendo damit zu tun hat

Hanafuda gibt es in jedem größeren Spielzeug- und Schreibwarenladen, und das Nintendo-Museum in Uji widmet dieser Produktion einen eigenen Teil der Ausstellung mit einem interaktiven Spiel. Im Alltag wird es immer noch in der Runde zu Neujahr und im Urlaub gespielt – es ist eher ein Familienspiel als ein Museumsstück.

Das Deck als Souvenir

Als Geschenk nimmt man Hanafuda als Souvenir mit verständlichen Regeln – ein kompaktes Deck, das man in fünf Minuten erklären kann. Sammler-Lackversionen sind zwei- bis dreimal so teuer wie normale und eignen sich als hochwertigeres Geschenk, nicht als Spielset für eine echte Runde.

Häufige Fragen

Was bedeuten Hanafuda-Ohrringe?
„Hanafuda-Ohrringe“ werden meist wegen Tanjiro aus „Demon Slayer“ gesucht: Seine Ohrringe sind im Stil der „Licht“-Karte aus dem Deck gestaltet. Eine ausführliche Analyse finden Sie auf einer eigenen Seite über Tanjiros Ohrringe.
Was ist Hanafuda?
Ein Deck aus 48 Karten ohne Zahlen, aufgeteilt in 12 Monate mit je vier Karten mit der Symbolpflanze des jeweiligen Monats. Gespielt wird auf Yaku-Kombinationen, nicht auf Farben wie bei normalen Karten.
Wofür ist Hanafuda gut?
Um Koi-Koi und andere Kartenspiele in der Runde zu spielen – das Ziel ist es, eine Kombination aus Karten eines Monats oder eines besonderen Sets zu sammeln. Eine Runde ist kurz, fünf bis zehn Minuten.
Wie schreibt man „Hanafuda“ auf Japanisch?
Es schreibt sich 花札 und liest sich „Hanafuda“: 花 „Blume“ plus 札 „Karte“. Wörtlich – „Blumenkarten“, nach dem Pflanzenmuster auf jeder Karte, ohne Zahlen und Farben.
Was bedeutet Hanafuda?
Es gibt keine eindeutige Bedeutung: Jede Karte steht für einen Monat und eine Pflanze, und der Wert hängt vom Typ ab – Hikari, Tane, Tanzaku oder Kasu.
Wo kommt Hanafuda in Japan vor?
In Spielzeug- und Schreibwarenläden im ganzen Land, und das Nintendo-Museum in Uji widmet der Kartengeschichte einen eigenen Teil der Ausstellung. Zu Hause wird es in der Runde zu Neujahr gespielt.

Quellen

Aktualisiert: 2026-08-24

Japanese Zen