Setsubun – was ist das für eine Tradition und wie läuft sie ab

Setsubun (節分) ist ein Ritual zum Abschied vom Winter am 3. oder 4. Februar, am Vorabend des Frühlingsbeginns nach dem alten Kalender. Zu Hause und in Schreinen wirft man geröstete Sojabohnen mit den Worten „Dämonen raus, Glück herein“, manchmal durch die Tür auf ein Familienmitglied mit einer Oni-Dämonenmaske. Danach isst man die Bohnen entsprechend der Anzahl seiner Lebensjahre plus eins – für Glück im kommenden Jahr.

Setsubun – was ist das für eine Tradition und wie läuft sie ab

Es wirkt wie ein fröhliches Verkleidungsspiel zu Hause. Im Grunde ist Setsubun ein Reinigungsritual für das Haus vor der neuen Jahreszeit, nur ohne eine einzige feierliche Note gestaltet.

Was ist Setsubun und wann wird es durchgeführt

Setsubun ist ein Ritual zum Abschied vom Winter am Vorabend von Risshun, dem Frühlingsbeginn nach dem alten Mond-Sonnen-Kalender: normalerweise am 3. oder 4. Februar. Die Hauptaktion ist Mamemaki, das Werfen von gerösteten Sojabohnen, das symbolisch die Oni, böse Geister und das Unglück der vergangenen Saison aus dem Haus vertreibt.

  1. Die Sojabohnen Fukumame werden vorher geröstet – rohe sind für das Ritual nicht geeignet.
  2. Ein Familienmitglied setzt manchmal eine Oni-Maske auf, damit die anderen ihn symbolisch mit Bohnen vertreiben können.
  3. Man öffnet die Eingangstür und wirft die Bohnen mit dem Ruf „Oni wa soto!“ nach draußen.
  4. Dann wirft man die Bohnen mit dem Ruf „Fuku wa uchi!“ ins Haus und schließt damit den Kreis des Rituals.
  5. Man isst für jedes gelebte Lebensjahr eine Bohne plus eine weitere – für Glück im kommenden Jahr.

Chinesisches Ritual zur Vertreibung von Geistern

Das Ritual geht auf eine höfische chinesische Tradition zur Vertreibung böser Geister am Jahresende zurück, die nach Japan kam und sich in shintoistischen Schreinen und buddhistischen Tempeln etablierte. Mit der Zeit wurde die häusliche Variante mit Bohnen populär und verdrängte die komplexeren höfischen Zeremonien.

Wörter und Schriftzeichen: 節分

JapanischLesungÜbersetzung
節分setsubun · setsubunSetsubun
oni · oniDämon, böser Geist
mame · mameBohnen
鬼は外oni wa soto · oni wa soto„Oni raus!“ (Ruf des Rituals)

節分 – Trennung der Jahreszeiten

節分 besteht aus zwei Zeichen: 節 „Jahreszeit, Knoten, Gelenk“ und 分 „teilen, trennen“. Wörtlich bedeutet es „Trennung der Jahreszeiten“: Ursprünglich bezeichnete es den Übergang zwischen zwei beliebigen Jahreszeiten, und erst später wurde das Wort speziell für die Grenze zwischen Winter und Frühling verwendet.

— значение: Knoten, Jahreszeit, Periode, Gelegenheit, Vers — онъёми: セツ、セチ — кунъёми: ふし、-ぶし、のっと — 13 штрих(ов). 節 – „Jahreszeit, Knoten“: dasselbe Zeichen in 季節 „kisetsu“, Jahreszeit, und in 関節 „kansetsu“, Körpergelenk – auch eine Art „Knoten“.

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Setsubun im Anime

Setsubun ist eine praktische Winter-Episode für eine komödiantische Szene: Das Ritual mit Verkleidung und Werfen von Gegenständen sieht auf dem Bildschirm fast immer lustig aus.

  • Eine der Figuren trägt eine Oni-Maske und wird von den anderen scherzhaft mit Bohnen beworfen – der häufigste komödiantische Gag.
  • Der Ruf „Oni wa soto, fuku wa uchi“ im Chor der ganzen Familie oder der Klasse in der Schule – ein wiedererkennbares akustisches Detail der Episode.
  • Das Zählen der Bohnen nach dem Alter der Figur – manchmal als Witz über ihr wahres, verborgenes Alter verwendet.
  • Der moderne Brauch, Ehōmaki-Rollen schweigend zu essen, in die glückverheißende Himmelsrichtung des Jahres gedreht – ein neueres Detail, das ebenfalls manchmal gezeigt wird.

Wie man es nicht mit einem anderen Fest verwechselt

Der Dämon Oni wird bei Setsubun mit Bohnen als rituelle Figur der Jahreszeit vertrieben, nicht als Figur eines Mythos – im Gegensatz zu Geschichten über konkrete Oni-Antagonisten in Fantasy-Handlungen, in denen der Dämon eine ernsthafte Bedrohung darstellt und nicht nur an einem Familienspiel teilnimmt.

Häufige Fragen

Was ist Setsubun?
Ein Ritual zum Abschied vom Winter am Vorabend des Frühlingsbeginns nach dem alten Kalender, normalerweise am 3. oder 4. Februar. Die Hauptaktion ist das Werfen von gerösteten Sojabohnen, das symbolisch das Unglück aus dem Haus vertreibt.
Wann wird Setsubun durchgeführt?
Am 3. oder 4. Februar, am Vorabend von Risshun, dem Frühlingsbeginn nach dem alten Mond-Sonnen-Kalender. Das genaue Datum schwankt von Jahr zu Jahr leicht aufgrund der Besonderheiten der astronomischen Berechnung des Kalenders selbst.
Wie läuft Setsubun ab?
Man wirft geröstete Bohnen mit dem Ruf „Oni raus!“ zur Tür hinaus, dann mit dem Ruf „Glück herein!“ ins Haus. Danach isst man Bohnen entsprechend der Anzahl der gelebten Jahre plus eins.
Wie schreibt man „Setsubun“ auf Japanisch?
節分, in Kana せつぶん. Das erste Zeichen 節 bedeutet „Jahreszeit, Knoten“, das zweite 分 „teilen“. Wörtlich bedeutet es „Trennung der Jahreszeiten“, ursprünglich die Grenze zwischen zwei aufeinanderfolgenden Jahreszeiten.
Wo kann man Mamemaki erleben?
Ja, viele große Schreine und Tempel veranstalten öffentliches Mamemaki, zu dem alle Interessierten zugelassen sind. Zu Hause ist das Ritual noch einfacher: Man braucht nur geröstete Sojabohnen aus dem Supermarkt.
Wie wird Setsubun in Komödien dargestellt?
Oft als winterliche Comedy-Episode: Eine Figur mit Oni-Maske wird unter dem gemeinsamen Ruf der Familie scherzhaft mit Bohnen beworfen. Der Dämon wird hier als rituelle Figur vertrieben, nicht als ernsthafte Bedrohung für die Handlung.

Quellen

Aktualisiert: 2026-08-24

Japanese Zen